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Die letzten grünen Paradiese auf unserem Kontinent
 
Europas Urwälder – Heimat der letzen wilden Wisente und kolossaler, majestätischer Baumriesen, Orte unberührter Natur und magischer Schönheit. Noch vor 2000 Jahren war fast der gesamte Kontinent – vom Polarkreis Nordschwedens bis Sizilien – von dichten Wäldern bewachsen. Der Großteil musste in den vergangenen Jahrhunderten Siedlungen, Straßen und Städten weichen oder wurde wegen der großen Nachfrage nach Holz gerodet. Die meisten heute existierenden Wälder in Europa sind von Menschenhand angelegte Forste, die nicht mehr viel gemein haben mit den ursprünglichen Wäldern des Kontinents.
 
Doch es gibt sie noch, die letzen grünen Paradiese Europas – ursprüngliche Wälder, die noch nie von Menschen verändern wurden. ARTE ging im Mai 2010 in der fünfteiligen Reihe (19:30-Uhr-Sendeplatz) auf Entdeckungsreise, tauchte mit den Zuschauern ein in die Geheimnisse von Europas Urwäldern mit ihrer einzigartigen Flora und Fauna, ihren Mythen und ihrer märchenhaften Schönheit.
 
In Zentraleuropa sind nur wenige ursprüngliche Waldgebiete – meist in schwer zugänglichen Bergregionen – der Abholzung entgangen. Wie in den Karpaten. Bis zu 40 Meter hohe und 400 Jahre alte Bäume stehen in dem größten zusammenhängenden Buchen-Urwald Europas. Bis heute leben hier Wölfe und Bären.
 
Hoch im Norden am Polarkreis, im schwedischen Teil Lapplands befindet sich der Muddus Nationalpark (Foto oben), Heimat von Rentieren, Elchen, Braunbären, zahlreicher seltener Vögel und der ältesten Kiefer Schwedens. Den größten Teil des Muddus haben Menschen noch nie betreten. Besonderes Naturschauspiel: Im Herbst erstrahlen Bäume und Moose in Goldgelb und Tiefrot – „Indian Summer“ am Polarkreis.
 
Märchenhaft geht es auch ganz im Süden Europas zu – auf der Kanareninsel La Gomera. Der einzigartige, dichte Lorbeerwald, auch „Monteverde“ genannt, ist ein Überbleibsel subtropischer Urwälder, die vor 20 Millionen Jahren den gesamten Mittelmeerraum überzogen. Der feuchte Passatwind hält den Wald ganzjährig feucht und prägt das Bild von La Gomeras mystischem Nebelwald.
 
Der letzte Tiefland-Urwald Europas befindet sich im Nationalpark Bialowieza, südöstlich der Masuren, an der polnischen Grenze zu Weißrussland. Der 1500 Quadratkilometer große Wald ist die Heimat eines urzeitlichen Riesens – des Wisents. Mehrere hundert der fast ausgestorbenen „Könige des Urwalds“ leben hier in freier Wildbahn.
 
Zurückgekehrt ist die Wildnis in den Bayerischen Wald im Süden Deutschlands. Hier entsteht in einem außergewöhnlichen Experiment ein „neuer“ Urwald, in den vergangenen 40 Jahren wurde der Wald wieder sich selbst überlassen. Mit verblüffenden Erfolgen – längst verschwundene Tiere wie der Luchs und Pflanzen sind zurückgekehrt, die Artenvielfalt ist bereits heute enorm.
   
     
   
     
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